Kurz gesagt: Wer sein Homeoffice günstig einrichten will, bringt zuerst den Bildschirm auf Augenhöhe, ergänzt eine separate Tastatur und Maus und beleuchtet die Wand hinter dem Monitor. Erst danach geht es um den Stuhl. Die ersten beiden Maßnahmen kosten fast nichts.
Das Arbeiten von zu Hause wird auf ziemlich vorhersehbare Weise zur Belastung. Selten ist es zuerst die Langeweile. Erst meldet sich der Nacken, dann der untere Rücken, dann die Augen, meist um den dritten Monat herum, wenn sich der Küchentisch allmählich wie ein Gegner anfühlt. Das zu beheben ist viel günstiger, als die Kataloge für Büromöbel vermuten lassen, und die Reihenfolge zählt mehr als das Budget.
1. Homeoffice günstig einrichten: zuerst den Bildschirm auf Augenhöhe bringen
Das ist der größte Gewinn, den Sie erzielen können, und er kann kostenlos sein. Ein Laptop auf dem Tisch steht deutlich unter Augenhöhe, also hält Ihr Nacken den Kopf acht Stunden am Tag in Schräglage. Heben Sie ihn an, bis die Oberkante des Bildschirms ungefähr auf Augenhöhe liegt, und der größte Teil dieser Belastung verschwindet.

Ein Laptopständer erledigt das elegant. Ein Stapel Bücher erledigt es kostenlos. So oder so: Sobald der Bildschirm oben ist, lässt sich auf der Laptoptastatur nicht mehr vernünftig tippen. Damit wird der nächste Kauf unverzichtbar.
2. Eine separate Tastatur und Maus
Günstig, und genau das, was die erste Maßnahme überhaupt erst funktionieren lässt. Mit erhöhtem Bildschirm müssen Ihre Hände tiefer und näher am Körper liegen. Jedes ordentliche Set reicht dafür aus. Viel Geld müssen Sie hier nicht ausgeben.
3. Licht, das nicht nur vom Bildschirm kommt
Müde Augen im Homeoffice sind meist ein Kontrastproblem, kein Helligkeitsproblem. Ein heller Bildschirm in einem dunklen Raum lässt Ihre Augen den ganzen Tag lang arbeiten. Eine kleine Lampe, die auf die Wand hinter oder neben dem Monitor gerichtet ist, gleicht das für sehr wenig Geld aus.

Wenn Sie schon dabei sind: Drehen Sie den Schreibtisch so, dass das Fenster seitlich von Ihnen liegt, nicht vor oder hinter Ihnen. Das kostet nichts und beseitigt gleich zwei Probleme, die Blendung und das dunkle Gesicht im Gegenlicht bei Videocalls.
4. Dann, und erst dann, der Stuhl
Beim Stuhl fließt das meiste Geld, und er steht aus gutem Grund erst an vierter Stelle. Auch ein hervorragender Stuhl vor einem Bildschirm auf Brusthöhe beschert Ihnen am Ende einen verspannten Nacken. Wer das Homeoffice günstig einrichten will, bringt zuerst den Arbeitsplatz in Ordnung und entscheidet dann, wie viel Budget der Sitz verdient. Bei knappem Budget holen ein Lendenkissen und eine Fußstütze erstaunlich viel aus einem ganz gewöhnlichen Stuhl heraus.
Die Maßnahme, die kein Möbelstück ist
Kabelmanagement klingt nach Kosmetik. Das ist es aber nicht. Ein Schreibtisch, den Sie jeden Morgen erst entwirren müssen, ist ein Schreibtisch, den Sie seltener nutzen. Ein paar Kabelclips kosten fast nichts und beseitigen ein kleines tägliches Ärgernis. Wer sein Homeoffice günstig einrichten will, sollte sie deshalb nicht vergessen: Über ein Jahr gesehen entscheidet genau so ein Detail, ob der Arbeitsplatz überhaupt genutzt wird.









